Der Speck muss weg! 

“Man ist die fett!” Rief Marcus und meinte damit meine vierjährige Stute, die gerade mal seit einem Monat bei mir war. Wie bitte, mein Pferd soll FETT sein!? Etwas rund, vielleicht, aber doch nicht fett, dachte ich. 

Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen und ich muss zugeben, dass Lady immer wieder Phasen mit kugeligem Bauch und kleinen Speckpolstern hatte. Während der Baci und ich eher schlechte Futterverwerter sind, braucht die Lady -gefühlt- nur einen saftigen Grashalm ansehen, um an Masse zuzulegen.

Sollte mich das stören? Ja! 

Veränderungen (besonders schleichende) nehmen wir Menschen nicht bewusst wahr. Deshalb bemerken wir manche Dinge erst dann, wenn es schon fast zu spät ist. Aussagen von anderen solltest du nicht immer Glauben schenken, aber in dem ein oder anderen Fall definitiv reflektieren.

Im Falle, dass die Polster zu groß werden kann dies gesundheitliche Folgen mit sich ziehen. 

Eine dauerhafte Überlastung des Nährstoffhaushalts führt zu dem sogenannten Equines Metabolisches Syndrom (EMS), was irgendwann zu Stoffwechselerkrankungen führen kann. 

Ein Plan musste her! 

Schritt 1) Ein vernünftiger und effektiver Trainingsplan musste erstellt werden!

Schritt 2) Ich ließ eine unabhängige Futterberaterin kommen, welche den genauen Bedarf meines Pferdes ermittelte und einen Fütterungsplan aufgestellt hat.

Schritt 3) Wir mussten uns an beides halten. 

Mir hilft dabei ein Trainingstagebuch – am besten eins von Pferdeliebe. (Zum Produkt!)

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Problemzonen beim Pferd 

Wo bilden sich die Speckdepots und wie kann ich diese erkennen? 

Vorab sollten wir aber zwischen Fettgewebe und Muskulatur unterscheiden können. 

Muskulatur fühlt sich fest und gleichmäßig geformt an. Fettgewebe hingegen ist eher weich, schwabbelig und beweglicher. 

Im Nackenbereich

Umschließe den Mähnenkamm mit deiner Hand, so dass du mit den Fingern den Hals berührst. Wie fühlt sich der Bereich an?

Am Widerrist

Nimm wieder deine Hand und fühl um den Widerrist herum. Was spürst du, ist der Bereich eher knochig oder kannst du den Knochen kaum spüren?

An der Schulter

Wie würdest du den Bereich um die Schulter deines Pferdes bewerten. Streich dazu einmal vom Hals bis zur Schulter, kannst du das Schulterblatt spüren? Wie fühlt sich der gesamte Bereich an?

Am Brustkorb

Streich deinem Pferd einmal über den Brustkorb, kannst du die Rippen noch spüren?

An der Kruppe

Betrachte dein Pferd von hinten. Bilden sich rechts und links auf der Kruppe Polster?

Test und bewerte jeden Bereich. Vergleiche eventuell mit anderen Pferden.

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WICHTIG: Einige Pferderassen wie Kaltblüter und Hengste (diese speziell am Hals) haben von Natur aus etwas mehr Masse.

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Eine weitere Möglichkeit ein Übergewicht festzustellen – einfach wiegen.  

Vielleicht bietet bei dir in der Umgebung jemand den Service der Pferdewaage an. Dann stellt sich noch die Frage, welches Idealgewicht sollte mein Pferd haben? Schließlich ist jedes Pferd anders. Empfehlen kann ich euch diesbezüglich das Buch von Constanze Röhm „Purzel speckt ab!“

Lady ist eine 162 cm große Warmblutstute, ihr Gewicht schwankt zwischen 570 – 600 kg, wobei der obere Wert definitiv zu hoch ist!

Ein Warmblut mit einem Stockmaß von 160 – 169 cm sollte bei ca. 570 kg (+/- 35 kg) liegen. Quelle: Buch: Purzel speckt ab! Constanze Röhm 

Viele Grüße – Barbara von Pferdeliebe

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