Vorsicht! Der Berg-Ahorn

Und plötzlich war das Pferd tot! Ein junger Wallach, der gemeinsam mit seiner Herde bereits den ganzen Sommer auf genau dieser Wiese verbracht hatte. Eine nachträgliche Untersuchung ergab: Atypische Weidemyopathie

Schon mal gehört?
Bei der atypischen Weidemyopathie vergiften sich die Pferde mit einer toxischen Aminosäure namens „Hypoglycin A“, welche im Samen (im Herbst) und Setzling (im Frühling) des Berg-Ahorns nachgewiesen werden konnte. Ob sich die betroffenen Pferde direkt über die Samen / Setzlinge vergifteten, ist aktuell noch nicht einhundertprozentig nachgewiesen.

WICHTIG!
Gibt es Berg-Ahorn in der Nähe (bis zu 100m Umkreis) der Weide, sollten die Pferde im Frühjahr und Herbst nicht ausschließlich auf dieser Fläche stehen und ihre Nahrung allein von dort beziehen. In einigen Artikeln wird eine Begrenzung der Weidezeit auf maximal 4-6 Std. empfohlen.

SYMPTOME
– Kolik ähnliche Beschwerden
– zitternde Muskulatur
– schwitzen ohne Belastung
– steifer Gang / steife Bewegungen
– eventuelle Atembeschwerden
– erhöhte Herzfrequenz
– Urin ist sehr dunkel gefärbt

Den Berg-Ahorn erkennt ihr an der Form seiner Blätter (siehe Grafik). Des Weiteren zeigen die Flügel der Samen nach unten und nicht voneinander weg. Vergleiche hierzu die Samen des Feld- und Spitz-Ahorns.

+++ Helft mit! +++
Kennt ihr jemanden dessen Pferd betroffen war oder (schlimmer noch) habt ihr selbst ein Pferd was an der atypische Weidemyopathie erkrankt ist? Bitte füllt das folgende Formular aus: https://labos.ulg.ac.be/…/berichten-uber-einen-fall-besitzer/
(Danke an Carolin Runig für den Tipp!)


Quellen:

Web: https://www.propferd.at/main.asp…
Web: https://www.atm.de/…/atypische-weidemyopathie-bei-pferden-d…
Web: https://www.dr-med-vet-klein.de/Fachthem…/Weidemyopathie.html

Berg Ahorn

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.