Kleine Blutsauger – Zecken

So klein und so gefürchtet: die Zecken! Gerade jetzt werden die kleinen Biester wieder sehr, sehr hungrig und lassen sich gern auf Hund, Katze und Pferd zum Lunch nieder. Es gibt eine große Anzahl von „Geheimwaffen gegen die Zecken“, leider reduzieren sie im Idealfall höchstens die Anzahl der Zecken. Da lautet die Devise, besser mit 5 als mit 50 Zeckenbissen durch den Sommer kommen.

Sobald ihr eine Zecke entdeckt, entfernt diese bitte vorsichtig. Das Tierchen so dicht wie möglich an der Einstichstelle packen und dann langsam nach oben ziehen. Wichtig! Du solltest den Körper der Zecke dabei nicht quetschen, da sich die Borreliose Erreger (bei einer infizierten Zecke) im Darm des Tieres befinden und sofort mit Hochdruck in die Einstichstelle gespuckt werden. Deshalb auch die Regel: eine Zecke immer recht zügig entfernen! Eine vermeintliche Übertragung kann somit unter Umständen verhindert werden. Sollte der Kopf mit dem Beißwerkzeug ausversehen stecken bleiben, ist dies kein Anlass zur Panik – es werden keine Borreliose Erreger mehr übertragen. Beobachtet die Stelle in den nächsten Tagen, in der Regel wird der Zeckenrest vom Pferdekörper (wie ein Splitter) ausgeschieden.

Tja, leider kann man die behaarten Stellen unserer Pferde (oder Hunde, Katzen) nicht so gut kontrollieren wie uns nackte Menschen. Baby Zecken können wirklich deutlich kleiner sein als ein Stecknadelkopf und sind deshalb auch fast unmöglich aufzufinden. Manche Pferde reagieren leicht allergisch mit einer kleinen, gut sichtbaren Schwellung auf Zecken und man kann dort auf die Suche gehen. In den allermeisten Fällen verläuft ein Zeckenbiss harmlos ohne Komplikationen. Solltet ihr aber nach einem Zeckenbiss Veränderungen an eurem Pferd bemerken, wie Schlappheit, Fieber, plötzliche Steifheit oder ähnliches ruft bitte sofort einen Tierarzt hinzu.

Im vergangenen Jahr hat es mich erwischt. Die Zecke habe ich nie gesehen, mir ist nur ein großer roter Fleck am Bein aufgefallen. Dieser hat sich ca. 3 Wochen nicht verändert, die Haut war an der Stelle nur etwas warm. Es hat nicht gejuckt oder geschmerzt, nichts dergleichen. Bis sich von einem Tag auf den anderen die Stelle von einem roten Kreis, in eine weiße Fläche mit roter Umrandung geändert hat. So schnell hab ich mich noch nie beim Arzt gesehen. Drei Wochen Antibiotika und toi, toi, toi bis jetzt habe ich auch noch keine weiteren Probleme gehabt.

Übrigens ist es ein Mythos, dass Zecken von Bäumen fallen. Sie leben im hohen Gras, Gebüschen oder Unterholz.

Viele Grüße eure gesunde (aber vielleicht infizierte) Barbara von Pferdeliebe
Danke für die Unterstützung bei diesem Thema an Annika Müller

Quellen:

Web: https://www.pferde.de/Vorsicht-Zecken-Borreliose-beim-Pferd.…
Web: https://zecken.de/
Web: https://www.jugend-forscht-bayern.de/…/www.2…/index942e.html… (sehr interessant!)

Zecken beim Pferd

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